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Jongleure
Verehrt und bewundert
Ob mit Keulen oder mit Bällen, Tellern, Orangen oder gar mit brennenden
Fackeln – Jongleure versetzen die Zuschauer stets ins Staunen und
Entzücken. Die Anforderungen an Reaktionsvermögen und Koordination
sind immens. Dabei versichern Jongleure, dass diese Kunst auch für
den Laien leicht zu Erlernen ist. Tatsächlich lassen sich mit etwas
Übung recht bald drei Bälle für kurze Zeit in der Luft
halten. Doch ein guter Jongleur bringt es auf fünf, auf sieben, auf
neun oder gar zwölf Bälle. Zugegeben, zwölf ist dann auch
wirklich ein Rekord, doch schon der Versuch mit drei Bällen lässt
den Laien ahnen, was für eine Trainingsleistung hinter den Jonglagen
der Jongleure stecken muss. Am aufregendsten sind natürlich die Feuerschlucker
und Feuerjongleure. Ihre Kunst verheißt dem Zuschauer einen echten
Nervenkitzel. Dabei trügt der Eindruck nicht. Was gefährlich
aussieht ist in diesem Fall auch nicht ungefährlich. Tatsächlich
gilt es eine Menge zu beachten – von der Auswahl des Brennmaterials
bis hin zu möglichen Löschmitteln. Comedy-Jongleur
Das Jonglieren ist eine uralte Kunstform. Ein fast viertausend Jahre altes
Wandgemälde aus Ägypten zeigt vier jonglierende Frauen. Auch
bei den antiken Indern, Chinesen und von den Azteken sind bildliche Darstellungen
überliefert, auf denen jonglierende Menschen zu sehen sind. Jongleure
gehören somit zu den ältesten Künstlern überhaupt.
Allerdings waren die Jongleure nicht zu allen Zeiten wohl gelitten. Im
Mittelalter zählten Jongleure zum fahrenden Volk. Ein Jongleur galt
damals nicht viel mehr als ein gewöhnlicher Dieb. Doch mit der Renaissance
änderte sich langsam auch wieder ihr Ansehen – und heute werden
die Jongleure wieder bewundert.
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